Energetische Sanierung

Die energetische Sanierung bezeichnet eine Verbesserung der thermischen Gebäudehülle (Isolierung) und die Modernisierung elektrischer Anlagen und Heizgeräte. Dabei werden besonders Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energie wie thermische Solaranlagen, Photovoltaikanlagen (PV), Wärmepumpen etc. in Kombination mit einem möglichst geringen Energieverlust durch Isolierung von Wänden, Decken und Böden, Fenstertausch etc. genutzt.

Von einer hochwertigen oder umfassenden thermisch-energetischen Sanierung spricht man je nach Rahmen z.B. Förderbedingungen, wenn mindestens drei Sanierungsmaßnahmen zusammen durchgeführt werden. Idealerweise passen aber das gesamte thermische Isolationspaket und die Bereitstellung der benötigten Restenergie durch erneuerbare Quellen zusammen.

Beispielsweise sorgt eine gute Tageslichtplanung - also Fenster an den richtigen Stellen - nicht nur für einen geringeren Strombedarf durch weniger Kunstlicht, sondern auch für passive solare Wärmegewinne. Ein Heizkesseltausch kann durchaus enorme Energieersparnisse bringen, aber der Einsatz hocheffizienter Pumpen kann zusätzlich 95% Strom bei der Bereitstellung von Warmwasser und Heizwärme im häuslichen Kreislauf bringen. Andererseits ist ein neuer Heizkessel möglicherweise überdimensioniert (stellt also zuviel Wärmeenergie bereit), wenn erst im Anschluss der Heizenergiebedarf durch die thermische Sanierung des Gebäudes reduziert wird.